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Nachfrage zur Antwort auf die Kleine Anfrage 3539 „Sulfatproblematik Wasserwerk Briesen“

  • Fraktionsmitglied 2009-2014

    Sabine Niels

Kleine Anfrage „Nachfrage zur Antwort auf die Kleine Anfrage 3539 „Sulfatproblematik Wasserwerk Briesen““ herunterladen (PDF, 220 KB)

(Nr. 3676 – Sabine Niels) Die Antwort der Landesregierung auf meine Kleine Anfrage „Sulfatproblematik Wasserwerk Briesen“ (DS 5/9054) erfordert an einigen Stellen Nachfragen. Dies betrifft insb. die Frage 4 nach dem zu erwartenden Anstieg der Sulfatkonzentrationen des Rohwassers und des Reinwassers am Wasserwerk Briesen und zur genannten Qualitätsforderung an den Trinkwassergrenzwert (Frage 10).

Deshalb frage ich die Landesregierung:

1) Welche Entwicklung der Sulfatbelastung an der Messstelle Wilhelmsthal erwartet die Landesregierung im Rahmen der Sanierung der Talsperre Spremberg während der Sanierungsarbeiten und in deren Folge? Wird das bisherige Bewirtschaftungsmodell auch während der Sanierung der Talsperre in der Lage sein, die Einhaltung des Immissionszielwertes für Sulfat am Pegel Spree Wilhelmsthal in Höhe von 450 mg/l Sulfat zu gewährleisten? Wenn nein, warum nicht?
2) Sind anderweitige Maßnahmen zur Einhaltung des Zielwertes von 450 mg/l Sulfat an der Messstelle Wilhelmsthal geplant? Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht? Mit welchen finanziellen Kosten wären ggf. solche Maßnahmen verbunden und wer würde in diesem Falle für die Finanzierung aufkommen? In welchem Zeitraum wird die Sanierung voraussichtlich stattfinden?
3) Wird es im Rahmen der Sanierung der Talsperre Spremberg konkrete Bewirtschaftungsvorgaben im Bereich der Talsperre und ein umfassendes Monitoring zur Beobachtung der Sulfatwerte geben? Wenn ja, in welchem Umfang und durch wen? Wenn nein, warum nicht?
4) Welche Sulfatbelastung im Rohwasser der Spree am Wasserwerk Briesen erwartet die Landesregierung in diesem und im nächsten Jahr? Um wieviel wird sich die Sulfatbelastung an dieser Stelle durch die Sanierung der Talsperre Spremberg erhöhen?
5) Wie hoch wird der damit verbundene Anstieg der Sulfatkonzentration im Reinwasser des Wasserwerks Briesen sein?
6) Werden die anliegenden Gesundheitsämter und das Wasserwerk Briesen im
Falle von Überschreitungen des Wertes von 450 mg/l Sulfat am Pegel Wilhelmsthal während der Sanierung der Talsperre umgehend informiert?
7) In der Antwort auf die Frage 10 schreibt die Landesregierung: „Diese deutlich höhere Qualitätsforderung als der Trinkwassergrenzwert ergibt sich aus den bilateralen Lieferbedingungen zwischen der Frankfurter Wasser und Abwasser GmbH und der Frankfurter Brauhaus GmbH.“ Worauf stützt sich die Aussage der Landesregierung, dass es von Seiten der Frankfurter Wasser und Abwasser GmbH eine deutlich höhere Qualitätsanforderung als der geltende Trinkwassergrenzwert gäbe? Liegen der Landesregierung entsprechende belastbare Aussagen der Frankfurter Wasser und Abwasser GmbH vor?