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Online-Gespräch: Finissage zur Ausstellung "Wir müssen schreien sonst hört man uns nicht! Frauenwiderstand in der DDR der 1980er Jahre"

Zum Abschluss der Ausstellung über den Frauenwiderstand in der DDR auf unserem Fraktionsflur sprechen unsere frauenpolitische Sprecherin Sahra Damus und unser aufarbeitungspolitischer Sprecher Clemens Rostock mit der Bürgerrechtlerin der früheren DDR und ehemaliger Brandenburger Landesbeauftragen zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur Ulrike Poppe.

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Foto: Robert-Havemann-Gesellschaft

Eine von den Frauen getragene neue Protestbewegung wächst Anfang der 1980er Jahre innerhalb der europäischen Friedensbewegung. Unter dem Namen Frauen für den Frieden entstehen Gruppen, die sich über Ländergrenzen und Militärblöcke hinweg gegen den Wahnsinn der Aufrüstung mit Atomwaffen verbünden. Auch im Osten Deutschlands werden eigenständige Frauengruppen gegründet, die sich DDR-weit vernetzen und mit eindrucksvollen Protestaktionen die Öffentlichkeit suchen.

In 17 Städten der DDR engagieren sich Frauen gegen die Sicherheitspolitik des SED-Regimes und die zunehmende Militarisierung, die in alle Lebensbereiche hineinwirkt. Im Laufe der Jahre wird die Themenpalette erweitert: Umwelt- und Menschenrechtsfragen drängen nach Antworten, in der DDR scheinbar gewährte Gleichberechtigung wird hinterfragt, Willkür und Repression werden angeprangert. Es entwickelt sich eine Frauenbewegung in der DDR, die nicht zuletzt am Entstehen der Bürgerbewegung von 1989 beteiligt ist.

Eine Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.