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Eingriffe in zwei Totalreservate im Nationalpark Unteres Odertal

Kleine Anfrage „Eingriffe in zwei Totalreservate im Nationalpark Unteres Odertal“ herunterladen (PDF, 218 KB)

(Nr. 1320 – Axel Vogel) Im Nationalpark Unteres Odertal wurden aktuell Bauarbeiten zur Revitalisierung von Mooren in den zwei Schutzzone Ia-Gebieten „Staffelde“ und „Gartzer Schrey“ durchgeführt. Beide Gebiete waren bereits 2004 als Schutzzone I (= Totalreservat) und dann 2006 mit der Novellierung des Nationalparkgesetzes (NatPUOG) als Schutzzone Ia ausgewiesen worden. In der Schutzzone Ia ist nach NatPUOG die ungestörte natürliche Entwicklung zu sichern und es müssen nicht – im Unterschied zur Schutzzone Ib – erst noch die Voraussetzungen dazu geschaffen werden. Die natürliche Entwicklung war in den Gebieten „Staffelde“ und „Gartzer Schrey“ hier nach 11 Jahren sehr weit vorangeschritten, es hatte sich ein urwaldähnliches Waldbild entwickelt. Durch die Eingriffe wurde die natürliche Dynamik nun so stark gestört, dass der Nutzen der Maßnahme mehr als fraglich erscheint.

Ich frage die Landesregierung:
1. Wie beurteilt die Landesregierung die Eingriffe 11 Jahre nach der Ausweisung der Totalreservate?
2. Wie waren die Eingriffe rechtlich legitimiert?
3. Sind in Zukunft weitere Eingriffe in Gebiete der Schutzzone Ia im Nationalparkt Unteres Odertal geplant? Falls Ja, wann, wo und warum?