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Nachfrage Benjamin Raschkes zu den Auswirkungen der Milchmarktkrise auf Produktion in Brandenburg

Benjamin Raschke:

Herr Minister, wir hatten im Ausschuss auch darüber diskutiert, ob nicht die regionale Vermarktung ein Ausweg aus der Milchkrise sein könnte. Nun stellten wir im Ausschuss fest, dass niemand Zahlen darüber hat, wie gut die regionale Vermarktung ist, wie viel Milch in Brandenburg und Berlin getrunken bzw. vermarktet wird. Meine Frage ist: Konnten Sie inzwischen Zahlen ermitteln oder weitere Ideen entwickeln, wie wir die regionale Vermarktung gestalten können, um einen Ausweg aus der Milchkrise zu finden?

Antwort der Landesregierung

Minister Vogelsänger: Wir sind uns einig, dass die Chancen und Möglichkeiten des Berliner Marktes mit Sicherheit nicht ausgeschöpft sind. Weiterhin können Fördermittel auch für die Umstellung auf den Ökobereich – das ist besonders interessant, was den Berliner Markt betrifft – zur Verfügung gestellt werden. Dieses Angebot gilt weiterhin, muss aber betriebswirtschaftlich untersetzt werden. Es ist für die Betriebe natürlich eine große Hürde, diese Umstellung jetzt, gerade in dieser Situation vorzunehmen.

Selbstverständlich wird diese Frage der Vermarktung und werden diese Chancen weiter eine große Rolle spielen. Wir haben ein gemeinsames Interesse, dass mehr Milch aus Brandenburg in Berlin getrunken, aber beispielsweise auch Milch direkt bezogen wird, zum Beispiel über kleine Milchtankstellen, an denen man Milch direkt beim Erzeuger beziehen kann. Auch da gibt es Fördermöglichkeiten in der neuen EU-Förderperiode.