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Broschüre: CCS für Kohle - Kohle für CCS?

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Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnt den Aufschluss neuer Tagebaue und die in diesem Zusammenhang geplante Verpressung von CO2 in Brandenburg ab. Dabei entspringt unsere Kritik nicht nur der Opposition gegenüber einer vermutlich unsicheren Endlagerung, sondern steht im Kontext grüner Energie- und Klimaschutzpolitik.

Mit unserer Informationsveranstaltung wollen wir deutlich machen, warum CCS keine Lösung für Brandenburg ist und welche Konsequenzen die Etablierung der CCS-Technologie für unser Land hat. Die katastrophalen Auswirkungen des Braunkohleabbaus auf Mensch und Natur sind nicht zu rechtfertigen. CCS wird als Argument angeführt, um dennoch an dieser überkommenen Technologie festzuhalten.

Die Zukunft liegt im Umbau hin zu einem nachhaltigen, dezentralen System der Energiegewinnung. Im Schatten der Braunkohle hat sich Brandenburg bereits auf den Weg gemacht. Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Ansiedlung großer Unternehmen aus der Branche wurden Tausende Arbeitsplätze geschaffen.

Brandenburg hat das Potenzial, zum Vorreiter beim Klimaschutz zu werden. Schon heute produzieren wir knapp 60 Prozent unseres Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien. Eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien ist in Brandenburg in naher Zukunft möglich. Dass wir in Brandenburg heute pro Kopf mehr CO2 als die USA ausstoßen, liegt allein am Festhalten an der Kohle. Der rasanten Steigerung der regenerativen Energien steht ein stetig wachsender Anteil an „schmutzigen“ Stromexporten gegenüber (2/3 der Stromproduktion). Dieses Verhältnis gilt es zu verändern.

Das „mehr“ an Erneuerbaren Energien muss durch ein „weniger“ an fossilen Brennstoffen ersetzt werden.