„Studie: Untersuchungen zur Energiestrategie“ herunterladen (PDF, 4 MB)
Liebe Leser*innen,
Brandenburgs Landesregierung hatte 2011 mit der Energiestrategie 2030 den Fahrplan für die Energieversorgung Brandenburgs in den kommenden Jahrzehnten festgelegt und sich ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt. In diesem Jahr, also in 2017, stehen nun deren Evaluation und Novellierung auf der Tagesordnung des Landtags: Was wurde bisher erreicht? Wo sind Lücken? Sind die Ziele nach aktuellem Stand noch realistisch? Was muss bis 2030 angepackt werden, um die Ziele zu erreichen?
Hinter diesen eher abstrakten Fragen stecken viele konkrete, die jetzt beantwortet werden müssen, um den Energiebedarf in Brandenburg und Berlin auch mittel- und langfristig solide decken zu können, und noch viel mehr, damit die gegebenenfalls vom Umbau betroffenen Menschen und Unternehmen Planungssicherheit bekommen: Welchen Anteil am Energiemix kann der Braunkohlestrom 2030 noch haben, wenn der Ausbau der Erneuerbaren Energien wie in der Energiestrategie geplant vorangeht? Ist das Auslaufen der Braunkohleverstromung bis 2030 technisch darstellbar? Brauchen wir – wie ursprünglich vorgesehen – neue Gaskraftwerke? Müssen die Leitungsnetze bis 2030 ausgebaut werden? Lässt sich die Netzstabilität in 2030 noch ohne Speicher gewährleisten? Derzeit ist Brandenburg Stromexportland – besteht der Strom-Importbedarf in anderen Ländern in diesem Umfang 2030 immer noch?
Um die oftmals emotional geführte Diskussion zu diesen Fragen zu versachlichen und konstruktiv mitzugestalten, haben wir diese Energiestudie in Auftrag gegeben. Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle sehr herzlich bei den AutorInnen –insbesondere bei Elisa Gaudchau, Berit Müller und Prof. Dr. Jochen Twele – für den intensiven und spannenden Austausch bei der Erstellung!