Kleine Anfrage „Abnehmender Wasserstand in Seen südlich von Pinnow“ herunterladen (PDF, 202 KB)
(Nr. 1347 – Heide Schinowsky und Benjamin Raschke) Die im Landkreis Spree-Neiße gelegenen Seen Kleinsee, Großsee und Pinnower See in den Gemeinden Tauer und Schenkendöbern verlieren seit Jahren Wasser. Davon betroffen sind auch das FFH-Gebiet „Pinnower Läuche und Tauersche Eichen“. Anwohner, Gewerbetreibende, Erholungssuchende und Touristen befürchten eine fortschreitende Austrocknung der Seen, Moore und Feuchtgebiete und damit auch negative Effekte für die Regionalentwicklung.
Wir fragen die Landesregierung:
1. Ist der Landesregierung bekannt, dass der Wasserstand in den drei genannten Seen seit Jahren immer weiter sinkt und gibt es Daten darüber? Wenn ja, bitte den Verlauf der Wasserstandsentwicklungen der Seen und des Grundwassers im Gebiet mit den niedrigsten und mittleren Wasserständen der letzten 20 Jahre jeweils für das Sommer- und Winterhalbjahr angeben.
2. Decken sich diese Entwicklungen mit anderen Seen und Feuchtgebieten auf Hochflächen in diesem Naturraum?
3. Welche Auswirkungen hat die Wasserstandsentwicklung auf die Naturausstattung der Seen und Feuchtgebiete. Ist die Entwicklung mit den Erhaltungszielen der betroffenen FFH-Gebiete vereinbar oder besteht Handlungsbedarf, wenn ja, welcher?
4. Welche sozioökonomischen Auswirkungen sind durch das Absinken des Wasserspiegels in den genannten Seen auf den Tourismus, die Fischereiwirtschaft und die Wertentwicklung von Erholungsgrundstücken am Ufer der Seen eingetreten bzw. zu erwarten?
5. Welche Schritte wurden unternommen, um die Ursachen des Wasserverlustes der drei genannten Seen und der Feuchtgebiete in der Umgebung zu identifizieren und welche Ursachen führen nach Ansicht der Landesregierung zu dieser Wasserstandsentwicklung?
6. Ist ein Zusammenhang mit näherrückendem Tagebau Jänschwalde auszuschließen? Kann insbesondere ausgeschlossen werden, dass die Wasserstandsentwicklung durch das Anschneiden der sogenannten Taubendorfer Rinne maßgeblich mit verursacht wird?
7. Welche Maßnahmen sind zur Stabilisierung und Wiederherstellung der Wasserstände im Gebiet geplant, bis wann sollen diese umgesetzt werden und mit welchen Kosten ist dafür zu rechnen?
8. Wird sich diese negative Wasserstandsentwicklung nach Ansicht der Fachbehörden in den nächsten Jahren aufhalten und umkehren lassen?