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Baumfällungen in der Ruhlsdorfer Straße in Teltow

Kleine Anfrage „Baumfällungen in der Ruhlsdorfer Straße in Teltow“ herunterladen (PDF, 218 KB)

(Nr. 1905 – Benjamin Raschke) Für den Ausbau der Ruhlsdorfer Straße (Landesstraße 794) in der Ortsdurchfahrt Teltow sind insgesamt 123 Bäume, überwiegend Alleebäume, gefällt worden. Der Planfeststellungsbeschluss des Landesamts für Bauen und Verkehr (LBV) sah neben dieser Baumfällung vor, dass 34 Bäume für die Dauer der Bauzeit mit Baumschutzmaßnahmen zu versehen, also zu erhalten sind. Von diesen 34 zu schützenden Bäumen sind nach Abgleich mit den Plänen 20 Bäume verschwunden. Eine Vorortkontrolle ergab, dass von den 34 Bäumen in 18 Fällen nur noch die Stubben vorhanden waren, zwei Baumstandorte konnten mangels Stubben nicht exakt lokalisiert werden. Mehr als die Hälfte der zu erhaltenden Bäume sind damit beseitigt worden.

Abgesehen davon, dass mit der Baumfällung eine wertvolle und ortsbildprägende Eichenallee unwiederbringlich beseitigt wurde, ist es nicht nachvollziehbar, dass weitere Bäume, die zum Erhalt vorgesehen waren, ebenfalls gefällt wurden.

Ich frage daher die Landesregierung:
1. Warum wurden weitere Bäume abweichend vom Planfeststellungsbeschluss gefällt? Handelt es sich um Versäumnisse bei der Planung?
2. Wer hat die Fällung dieser Bäume (Teil einer geschützten Allee) genehmigt und wer hat die Fällung veranlasst?
3. Sollten die Bäume ungenehmigt gefällt worden sein, welche ordnungsbehördlichen Maßnahmen wurden ergriffen?
4. Wann werden diese Bäume ersetzt? Werden die Ersatzpflanzungen an den Orten erfolgen, wo zuvor die (zumindest nach Planfeststellungsbeschluss) ungenehmigt gefällten Bäume standen?
5. Welche Kosteneinsparung durch nicht umgesetzten Baumschutz und geschaffene Baufreiheit resultiert aus der laut Planfeststellungsbeschluss nicht beabsichtigen Fällung dieser mindestens 18 Bäume?