Zum Inhalt springen

Hospize in Brandenburg

Kleine Anfrage „Hospize in Brandenburg“ herunterladen (PDF, 183 KB)

(Nr. 2390 — Michael Jungclaus) In der Versorgung schwerstkranker und sterbender Patienten ermöglichen ambulante und stationäre Hospize in Brandenburg ein Sterben in würdevoller und ruhiger Umgebung. Das Land fördert die ambulante Hospizarbeit durch den Aufbau neuer ambulanter Dienste und das Engagement in der Palliativversorgung. Befragungen zufolge wünschen die meisten Menschen zu Hause zu sterben. Nach Schätzungen versterben aber nur die Hälfte der Menschen im Privatbereich. Überwiegend sind Institutionen wie Pflegeheime und Krankenhäuser Orte des Sterbens. Für Brandenburg fehlen Daten und Angaben über den Ort des Sterbens.

Ich frage die Landesregierung:

1. Gibt es eine aktuelle Berichterstattung zur Palliativmedizin und Palliativversorgung sowie zu den Orten des Sterbens in Brandenburg?
2. Gibt es Konzepte wie die Lücken einer flächendeckenden ambulanten Hospizarbeit besonders in den nördlichen und südlichsten Regionen Brandenburgs geschlossen werden können?
3. Gibt es Konzepte wie die Versorgung mit stationären Hospizen in Berlinfernen Regionen verbessert werden kann?
4. Ist die regionale Verteilung der stationären Hospize angemessen und wo sind weitere Hospize notwendig?
5. Wie bewertet die Landesregierung die palliativmedizinischen Versorgungsabläufe in Brandenburg?
6. In Berlin gibt es in der Palliativversorgung sogenannte home care Ärzte, die bei Praxisgemeinschaften angestellt sind. Hat die Landesregierung Kenntnis von ähnlichen Konzepten in Brandenburg?
7. Welche integrierten Versorgungskonzepte und Standards sowie Leitlinien werden in der Palliativversorgung Brandenburgs umgesetzt?
8. Wie bewertet die Landesregierung den Aus und Aufbau spezieller Palliativstrukturen wie Hospizdienste, Hospize und ambulanter Palliativdienste sowie die psychosoziale Betreuung und das ehrenamtliche Engagement?