Kleine Anfrage „Wasserentnahme im Einzugsgebiet des Göritzer Mühlenfließes“ herunterladen (PDF, 221 KB)
(Nr. 2153 – Benjamin Raschke) Das Göritzer Mühlenfließ ab Ortslage Koßwig ist schon seit Monaten ohne fließendes Wasser. Am Fließ leben nachweislich Eisvogel, Schwarzstorch und andere seltene Arten. Im Einzugsgebiet werden seit mehreren Jahren in großem Stil Gurken, Spargel, Erdbeeren und andere wasserintensive Kulturen angebaut, die einer Bewässerung bedürfen.
Ich frage die Landesregierung:
1. Wie beurteilt die Landesregierung aus ökologischer Sicht den derzeitigen Zustand des Mühlenfließes?
2. Wie haben sich die Pegelstände des Grundwassers an den vorhandenen Kontrollstellen der LMBV im Einzugsbereich des Göritzer Mühlenfließes entwickelt (bitte für die letzten 5 Jahre einzeln angeben)?
3. Welche wasserrechtlichen Genehmigungen wurden wann erteilt, um Grund- und Oberflächenwasser im Einzugsgebiet des Göritzer Mühlenfließes für die Landwirtschaft zu entnehmen?
4. Welche Wassermengen wurden in den letzten 3 Jahren im Einzugsgebiet des Göritzer Mühlenfließes zur Entnahme genehmigt (bitte nach Entnahmestelle und genehmigter Wassermenge je Jahr aufschlüsseln)?
5. Gibt es Auflagen und Begrenzungen der Wasserentnahme bei längeren Trockenzeiten? Wenn ja, welche und wie oft wird deren Einhaltung kontrolliert?
6. Sieht die obere Wasserbehörde einen Zusammenhang zwischen der 2015 neu errichteten Wasserentnahmestelle zwischen Saßleben und Koßwig und dem fehlenden Wasser fließabwärts?
7. Welche Gründe wurden geprüft, eine Wasserentnahme an der Stelle nicht zu genehmigen?