Kleine Anfrage „Wasserrettung in Brandenburg“ herunterladen (PDF, 200 KB)
(Nr. 1140 – Michael Jungclaus) Brandenburg ist eines der wasserreichsten Bundesländer. Daher hat die Arbeit und die Ausbildung der Rettungsschwimmer eine sehr hohe Bedeutung. Die Anzahl der Badetoten stagniert in Brandenburg auf einem bedauerlich hohen Niveau. In diesem Jahr sind in Brandenburg nach bereits 15 Menschen ertrunken. Doch die Dunkelziffer liegt vermutlich viel höher. Besonders in den warmen Sommermonaten kommt es in den Gewässern Brandenburgs vermehrt zu Unfällen. Ohne den Einsatz der ehrenamtlichen Rettungsschwimmer würde die Zahl der Badetoten allerdings noch um ein vielfaches höher liegen. Daher ist es umso wichtiger, dass es genügend Rettungsschwimmer gibt.
Ich frage die Landesregierung:
1. Durch wen und zu welchen Konditionen erfolgt die Bewachung von Badestränden und Freibädern in Brandenburg?
2. Wie viele ausgebildete Rettungsschwimmer, Rettungstaucher und Bootsführer gibt es in Brandenburg (bitte wen möglich je Landkreis angeben)?
3. Ist die Anzahl der Rettungsschwimmer, Rettungstaucher und Bootsführer nach Ansicht der Landesregierung ausreichend und bestehen regionale Versorgungslücken (falls ja, wo)?
4. Wie hat sich die Zahl der Rettungsschwimmer, Rettungstaucher und Bootsführer in den vergangenen 10 Jahren verändert (bitte wen möglich je Landkreis angeben)?
5. Wie werden Wasserwacht, DLRG und ASB von der Landesregierung gefördert und welche weiteren Maßnahmen sind geplant um die Anzahl der Rettungsschwimmer, Rettungstaucher und Bootsführer in Brandenburg zu erhöhen?
6. Wie viele Badetote gab es in Brandenburg in den vergangenen fünf Jahren (bitte pro Jahr angeben)?
7. Beinhaltet die Zahl der Badetoten auch die nicht am Unfallort, sondern in Folge des Badeunfalls bei der medizinischen Nachversorgung verstorbenen Personen? Falls nicht, wie hoch ist diese Anzahl?