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Quecksilberbelastung von Fischen in Brandenburg

Benjamin Raschke:

Die EU-Qualitätsnorm bei der Quecksilberbelastung von Fischen beträgt 20 Mikrogramm pro Kilo. Laut Sächsischer Zeitung vom 1. April 2016 sollen die Fische in der Neiße diese Qualitätsnorm überschreiten. Dies teilte das Sächsische Umweltministerium auf eine Nachfrage der Sächsischen Zeitung mit (vgl. SZ vom 1. April 2016: Zu viel Quecksilber in der Neiße). Das giftige Schwermetall wird beispielsweise über die Verbrennung in Kohlekraftwerken freigesetzt und über die Atmosphäre verteilt. Schwangeren und Stillenden wird empfohlen, bezüglich ihres Fischverzehrs hauptsächlich auf Fischarten zurückzugreifen, die in der Regel vergleichsweise geringe Gehalte an Quecksilber enthalten.

Ich frage die Landesregierung: Welche Fischarten in welchen Brandenburger Gewässern sind aktuell am höchsten mit Quecksilber belastet?

Antwort der Landesregierung

Im Rahmen der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie und der nationalen Oberflächengewässerverordnung ist u. a. auch die Quecksilberbelastung von Fischen zu bewerten.

Das sogenannte BioMonitoring beginnt in Brandenburg wie im Übrigen auch in den meisten anderen Bundesländern - in diesem Jahr. Vorausgegangen waren Diskussionen über Methodik, Messstellen, zu untersuchende Parameter und geeignete Fisch- und Muschelarten im Rahmen der Bund-Länder Abstimmung.

Im Zusammenhang mit der EG-Wasserrahmenrichtlinle werden künftig an wenigen ausgewählten Brandenburger Gewässermessstellen und bei wenigen Fisch-arten (vor allem Brassen) Messungen durchgeführt. Die damit erfassten Daten dienen der Beurteilung der Einhaltung von Umweltqualitätsnormen, nicht der Qualität von Lebensmitteln.

Minister Vogelsänger